Mohamed ist groß – Mohamed akbar

Hi Emmi,

hier wie versprochen nen ersten kleinen „Erfahrungsbericht“ aus dem schönen und sonnigen Afghanistan. Kannst ihn ja in Deinen Blog setzen, ich habe leider von hier keinen Zugriff drauf…Die Odyssee begann am 07.03.08 früh um 0600 zu Hause, als es an der Tür klingelte und mein Kraftfahrer mich abholte. Dann ging es auch ziemlich flott nach Leipzig zum Flughafen.

Dort angekommen galt es erstmal, typisch für die Bundeswehr, warten bis alles zusammen war – das kann dann auch mal 3-4 Stunden dauern. Aber egal, alles freute sich auf den Einsatz, so nahm man das gern in Kauf um dann in einen überfüllten Bundeswehr-Airbus zu steigen, indem man doch tatsächlich für seine Getränke zahlen durfte.

Nach etwa 4 Stunden Flug wurden wir in Termez (Usbekistan – kurz vor der afghanischen Grenze) gebeten auszusteigen und unsere Ausweise abzugeben. Jaja, unser Staat bezahlt für jeden deutschen Bürger der usbekischen Boden mit einer Militärmaschine betritt richtig viel Geld.

Nach einer kurzweiligen Nacht, die die Masse der Soldaten schnarchend neben irgendwelchen Heizgeräten verbracht hatten, und einem opulenten Frühstück (war ja ein Luftwaffenstützpunkt) ging es auch mit verschiedenen Maschinen nach Afghanistan weiter. Diesmal dauerte der Flug nur etwa eine Stunde, aber dafür durften wir in Kabul nen halben Tag am Flughafen verbringen, bevor man sich entschied uns ins Camp Warehouse zu holen. Auf der Fahrt war leider nicht soviel zu sehen, wir saßen in einem fahrbaren Container – zu unseren Sicherheit – also schliefen wir lieber.

bild4.jpg

Im Lager angekommen begann auch erstmal die typische – Ihr müßt das Lager kennenlernen-Runde. Danach durften wir unsere neue Heimat beziehen, ich ein Zelt mit 12 Doppelstockbetten. Ach war das herrlich, links nen Stromaggregat, und rechts Schnarcher – es konnte also nicht langweilig in den kommenden Nächten werden. Nach 5 Tagen Zelt hatte mein Spieß ein Erbarmen und ich durfte in ne feste Unterkunft ziehen. Zwischendurch hatte man genügend Zeit sich an die französische Küche und die deutschen Toiletten zu gewöhnen – aber irgendwie hat das bis jetzt noch nicht so funktioniert.

camp_11.jpg

Da leben wir jetzt zu dritt und genießen die späten Freiräume die wir haben. Das soll es erst einmal von mir gewesen sein. Tja ansonsten gibt’s hier viel zu tun und unsere lokalen Kräfte helfen gern wo sie nur können.

Bilder und mehr beim nächsten Eintrag.

Bis dahin – Gruß an alle, Sven

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