SLC – 33. Zittauer Gebirgslauf & Wandertreff

gl2.jpgWie im Voraus angekündigt, nahmen am 23. April 2006 der werte Steven McEmperor, Laird of Gairloch, und meine Wenigkeit, Emmus Mc Niceman, Laird of John O´Groats, am fabulösen 33. Zittauer Gebirgslauf & Wandertreff teil.

Wir entschieden uns für eine Distanz von sage und schreibe 22 km Wandern, da wir uns dahingehend die meisten Chancen ausmalten. An dieser Stelle sei anzumerken, dass es sich bei diesem Datum auch um den „Tag des Deutschen Bieres“ handelte, was uns auch in entsprechender Weise motivierte.

Hier kurze Wegbeschreibung zum Nachlaufen:

Sportzentrum Olbersdorf (1. Kontrollpunkt) – Rosa Luxemburg Straße – Clara Zetkin Straße – rechts Heinrich Heine Straße – links Buswendeplatz – rechts Echostraße – „Haus am Töpfer“ – links Goldbachweg – rechts gelber Punkt – „Teufelsmühle“ – links gelber Strich – Oybinaussicht – Töpfer (2. Kontrollpunkt bei km 4) – gelber Punkt – Scharfenstein – Edmundshütte – Große Felsengasse – links „Hochwaldblick“ (1. Verpflegungspunkt bei km 6,4) – über die Straße – grüner Punkt Lückendorf Grund (Grenze zur Tschechei – 3. Kontrollpunkt bei km 8,3) – links grüner Punkt Sommerberg – rechts gelber Punkt Ringelshainer Weg – links Steinigter Weg – Böhmisches Tor (4. Kontrollpunkt – Selbstkontrolle) – links Weißbachtal – links Kieferngrund – Klothildenstein – Lückendorfer Straße (2. Verpflegungspunkt bei km 14) – gelber Strich Heideberg – rechts grüner Punkt Grenzweg – rechts Stadtweg – Hütte am Zigeunerberg – Flügelweg – rechts roter Strich Liebigweg – links gelber Strich Flügelweg – rechts Waldweg – rechts E. May Straße – links Clara Zetkin Straße – Sportzentrum Olbersdorf (5. Kontrollpunkt bei km 22).

Zum Tagesablauf:

Gegen 8:00 Uhr MEZ klingelte der Wecker, eigentlich für Urlaub eine unchristliche Zeit. Wir hatten jedoch an diesem Tage noch einige Leistungen zu vollbringen. Nach einem kurzen Frühstück und einer Dusche begaben wir uns von Hirschfelde nach Olbersdorf, dem Startpunkt des Laufs. Problematisch an dieser Stelle gestaltete sich die zeitliche Komponente. Letzte Möglichkeit, unsere Startnummern abzuholen war nämlich 9:45 Uhr, wir waren spät dran, erhielten aber unsere Startgenehmigungen in letzter Sekunde. Nun war es Zeit an den Start zu gehen. als Starttermin wurde auf unseren Karten 9:45 Uhr eingetragen, es handelte sich jedoch um 9:50 Uhr, was nicht vernachlässigt werden sollte.

Die Sympathie beim Team des Zittauer Gebirgslaufs war auf unserer Seite, nicht zuletzt wegen unseres optischen Auftretens. Neben uniformen SLC – Poloshirts, war es erstmalig an der Zeit, im entsprechenden Rock in Erscheinung zu treten.

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Aufgrund der kühlen Bergluft sahen wir uns gezwungen, unser Gemächt mit Unterwäsche zu verdecken, nicht zuletzt wegen seiner anatomischen Besonderheit sich auf kühlere Temperaturen zu verändern. Kurz um, gut gelaunt und jeweils zwei Bier im Rucksack, begann der Lange Marsch (nicht in Maos Sinn als Rückzug der Kommunisten, sondern eher als großer Sprung nach vorne). An dieser Stelle rechneten wir uns aufgrund der immensen Teilnehmer keine realistische ChPokalance auf eine gute Platzierung aus. Aber es sollte besser werden. Wir, beflügelt einerseits durch Luftigkeit unten rum und andererseits durch beflügelnde Worte anderer Teilnehmen schritten wir davon mit einem Tempo von 6,3 km/h (Schritttempo, wir durften nicht rennen). Guter Dinge, überholten wir eine Menge an Konkurrenten. An dieser Stelle war es Zeit, auch im Sinne des „Tages des Deutschen Bieres“, die erste Flasche zu öffnen. Gesagt, getan.

Natürlich konnten eine Menge der Mitwanderer es sich nicht verkneifen, einige Worte zu unseren Outfits an uns zu richten. Diese beschränkten sich meist auf: „Was habt Ihr drunter, nette Klimaanlage oder hebt doch mal das Röckchen…“. Streckenweise wurde vorsichtig an uns heran getreten mit der Frage: „Sprechen Sie deutsch?“ An einigen Verpflegungsstellen, an denen wir natürlich nicht Rast hielten, wurden Lieder für uns und über uns gesungen (meist von Damenwandergruppen). Steven machte natürlich einen großer Fehler. Vom Durste getrieben, leerte er die erste Flasche bereits am Scharfenstein (km 4,7). Emmus hielt sich bedacht. Nach km 8,3 – Kontrollpunkt Lückendorfer Grund war seines geleert, allerdings Stevens Letztes auch. Steven, nun durch extremen Durst motiviert, lag ´ne Kohle uff. Meine Wenigkeit hatte ja noch was, dies neigte sich jedoch schneller als erwartet dem Ende entgegen. Bei km 13 saßen wir beide auf dem Trockenen. Die Füße schmerzten, wir waren fast am Verdursten, die Sonne brannte ihren Weg auf Emmus Glatze, aber wir kamen dem Ziel immer näher. Motiviert durch sehnsüchtigste Erwartung auf ein kühles Bier im Ziel und diverse Sprüche von Mitbestreitern legten wir keine Pause ein und kamen 13:26 Uhr ins Ziel. Doch die Überraschung sollte noch folgen. Die erste Anlaufstelle war natürlich die Biertränke. Gestärkt verfolgten wir das äußerst bezaubernde kulturelle Programm mit Stars wie Anabell Krüger und ihrer wunderbaren Stimme. Nachdem alle Läufer geehrt wurden, ging es an die sehr ärmliche Bepreisung der Wanderer. Kurz um, kein Mensch war mehr auf der Veranstaltung, das Kulturprogramm war vorbei, alle Stände (außer Bierstand) waren am Zusammenpacken, wurde uns der Pokal für den DRITTEN PLATZ überreicht. Etwas mehr festlicher wäre eigentlich dem SLC gerecht geworden, aber naja, wir haben ihn jedenfalls. Nach insgesamt dann 6 Bieren (jeweils), wurden wir abgeholt (Art und Form kann dem Vortrag des S. McCobbler zum Thema Herrentag und seine Zelebrierung entnommen werden).

Abends, nachdem wir bekocht wurden und gegessen hatten, begannen wir, unsere Wunden zu lecken und weiterhin Bier in uns aufzunehmen. Es gab ja Grund zu feiern…

Fazit:

Nächstes Jahr, zum 34. Zittauer Gebirgslauf und Wandertreff gilt es, die Distanz von 22 km Wandern unter ca. 3 h und 30 min zu schlagen. Wir werden jedenfalls definitiv daran teilnehmen (weitere SLC – Mitglieder erwünscht). Es sei jedoch erwähnenswert, dass eine Gesamtteilnehmeranzahl von ca. 3.300 Mann an den Start gingen, wovon 750 Teilnehmer das 22 km Wandern wählten.

Gesamtergebnis:

  • 2 Teilnehmerurkunden
  • 1 Pokal (3. Platz – 22 km Wandern)
  • Emmus (rechter Fuß 6 Blasen, linker Fuß 3 Blasen, 2 geschwollene Knie, diverser Muskelkater im Grenzbereich)
  • Steven (rechter Fuß 2 Blasen und blutiger Knöchel, linker Fuß 1 Blase und stark schmerzende Verletzung am großen Zeh, diverser Muskelkater im Grenzbereich)Wir hoffen, meine Herren, Sie schätzen die Opfer, die wir für den SLC auf uns nahmen und erwarten Ehrbietungen in entsprechendem Maße. Der Pokal wird auf der nächsten Mitgliedervollversammlung präsentiert. Aufgrund der hervorragenden Leistung wird Steven McEmperor zum Meister 1. Grades ernannt.
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