Der Rat von Raatsch 3 – Reloaded

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Werte Lairds, liebe Gäste,

am 28. Juni stachen die ehrenwerten Lairds Emmus McNiceman, Andrew McHomestop, Steven McCobbler, JF McPaper, Rick McHopeman und Alec McBenjamin erneut in See, um den diesjährigen „Rat von Raatsch“ abzuhalten.
Bereits zum dritten Mal beglückten wir nunmehr den örtlichen Zeltplatz, um unter dem Titel „Rat von Raatsch 3 – Reloaded“ das zu machen, was wir Männer am besten können: Entspannt und stressfrei Zeit miteinander verbringen.

Der „Rat von Raatsch“ – was zeichnet ihn eigentlich so aus? Er ist von langer Hand geplant -die Vorfreude hierauf ist entsprechend- und ausser der Strecke weiß man nie, was einen so erwartet: Wird wieder mal eine Hochzeit gerettet? Wird erneut Nachwuchs eines Teilnehmers verkündet? Welche Themen landen -vor allem zu später Stunde- auf dem Tisch: Ein Résumée der deutschen Geschichte? Spanische Innenpolitik? Hätte Jogi Löw doch lieber konsequent
4-4-2 gespielt, als auf 4-5-1 umzusteigen? Und vor allem: Kann man noch von heterosexueller Neigung sprechen, wenn drei Männer im Alter zwischen 29 und 38 sich halbnackt am prasselnden Lagerfeuer in Kampfposen fotografieren lassen?

In diesem Sinne trafen die Auswärtigen aus Berlin gegen 10.15h in der „Casa del Zettl“ im malerischen Lübben ein. Der Himmel versprach nichts Gutes und das sollte er auch einhalten. Der Berg unserer Utensilien war nochmals im Vergleich zum Vorjahr angestiegen – man wird ja schließlich routinierter und lernt bei jeder Tour, was man beim nächsten Mal noch so mitschleppen kann.

Der Weg nach Raatsch war geprägt vom Wetter, verging doch kaum eine halbe Stunde ohne den obligatorischen 5-15 minütigen, mehr oder weniger heftigen Schauer, im Volksmund auch „ist doch nur ne kurze Husche“ genannt.
Dennoch wurde pflichtgemäß um 11.00h an der Schleuse am Strandcafé die ersten Biere geköpft – man hat ja schließlich einen Ruf zu verlieren.
Kurz darauf bekam unser lieber Emmus McNiceman nach einer wirklich herzensguten Ansprache des Rick McHopeman den „SLC-Pokal für besondere Leistungen im Jahr 2007“ feierlich überreicht, den er sich durch besonders häufiges Auftauchen am Krankenbett (sogar mit Bier kurz nach der OP!) des Selbigen auch redlich verdient hat. Chapeau, Emmi!

Es folgten die turnusmäßigen Stopps in Lenigksberg und Petkampsberg, ohne dass wir hier nennenswerte Vorkomnisse zu notieren hatten – von einer diesmal ohne Probleme verlaufenden Hochzeit, unserer mega-coolen Einlage auf der Wippe und der Geburt des Wortes „pussen“ (man vermutet eine Mischung aus „pissen“ und „pushen“ [klassische Übersprungshandlung- man hatte halt soch schon ein bissel was intus]) durch den ehrenwerten Emmus McNiceman mal abgesehen.

In Schlepzig funktionierte dann eine Schleuse leider nicht, was unseren JF McPaper zu einer spontanen Änderung der Reiseroute veranlasste. Dennoch kehrten wir -es lebe die Abwechslung!- wieder einmal im Schlepziger Brauhaus zur Magenbefüllung ein, schafften es aber erstaunlicherweise, diesmal die obligatorische Kartoffel mit Quark und Leinöl zu vermeiden. Wenn MANN sich was vornimmt, klappt’s halt auch. Manchmal jedenfalls.

Relativ spät erreichten wir dann die Halbinsel Raatsch auf dem Neuendorfer See, legten mit unserem Kahn an und verfolgten sogleich das Ziel, möglichst schnell und professionell Zelt und Cabana zu errichten. Dies gelang uns auch ganz gut; zumindest war es dieses Jahr nicht mehr nötig, dass uns andere Camper darauf aufmerksam machten, wie so ein Zelt richtigerweise aufgebaut wird. Nach knapp 60 Min. war unsere Unterkunft fertig und unsere Pyromanen erster Klasse (Namen werden nicht genannt) machten sich sodann auf, unseren krassen Siebeneuroneunundvierziggrill zu befeuern, was deutlich besser gelang als noch im letzten Jahr. Der liebe McHomestop tat sich dieses Jahr durch besondere Fähigkeiten beim Grillen hervor, servierte er uns doch ein wirklich vorzügliches Mahl.

McNiceman hingegen freundete sich ganz besonders mit zwei jüngeren Erdbewohnern an, indem er sie mit Geld köderte: Er erwarb ein selbst geschnitztes Stück Holz für 0,03 Euro (in Worten: Drei Eurocent) und ward seitdem für längere Zeit nicht mehr gesehen. „Onkel Emmi“ wurde daraufhin von dem kleinen Jungen dazu auserkoren, seine Mutti zu heiraten, „der Papa sei schließlich immer so böse“. Um den lautstark verlangten Kuss, den er der Mutter geben sollte, kam er noch mal herum. Man will ja vor der Hochzeit keusch bleiben.

Gesättigt, frohen Mutes und mit etwas Bier im Blut ließen wir dem Dialog freien Lauf, streiften jedoch nur seichte Themen und erfreuten uns an unserem Lagerfeuer. Obwohl ständig auf konfliktfreie Lautstärke bedacht, wurden wir dann doch um kurz nach Mitternacht auf die einzuhaltende Nachtruhe von einem netten Herrn aus Meißen hingewiesen.
Etwa eine Stunde später gingen wir dann ins Zelt – 14 Stunden Flüssigkeitsaufnahme reichen halt dann doch irgendwann…

Nach einer von einer penetranten Krähe mehrfach gestörten Nachtruhe standen wir gen 09.00h auf, versammelten uns ums Waschbecken und wunderten uns über McNiceman, der sich doch tatsächlich rasierte. Aber dann fiel uns ein: „Richtig, ist ja sein Hochzeitstag heute!“

Das Zeltpueblo wurde flugs abgebaut und sämtlicher Krimskrams im Boot verstaut. Dann verschlug es uns in die „Libelle“, dem Gasthaus des Zeltplatzes, in dem wir nach einigem hin und her tatsächlich Kaffee und jede Menge Rührei erhielten.

Emmus drückte sich dann doch vor der Hochzeit und wir verließen Raatsch gegen 11.00h, um ohne nennenswerte Stopps zurück nach Lübben zu fahren. Bei „Gurken-Paule“ nahmen wir dann noch eine Abschieds-Bowle, der obligatorische „Na Jungs, wie ist es Euch ergangen“-Nachbesprechungsumtrunk im Hause Zettl fiel leider aus, da die McPapers sen. nicht zugegen waren.

Alles in allem war es wieder einmal sehr, sehr lustig und entspannend und ich freue mich schon auf den „Rat von Raatsch Teil 4“ in gleicher Besetzung, wenn es wieder heißt: „Schakkeline, mach’ mal dat Mäh’ ei!“.

In diesem Sinne,
Euer Alec McBenjamin

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